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Sieben IBK-Förderpreise an Kulturschaffende überreicht

Sparte Illustration

Die Preisträgerinnen und Preisträger der IBK-Förderpreise 2017 in der Sparte Illustration mit der Vorsitzenden der IBK-Kommission Kultur und Leiterin des Amtes für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Margrit Bürer (1.v.l.), dem Juryvorsitzenden und Leiter des Amtes für Kultur des Fürstentums Liechtenstein, Thomas Büchel (2. v.l.) und
der Kulturministerin des Fürstentums Liechtenstein, Dr. Aurelia Frick (1. v. r.).
(Foto: Michael Zanghellini)
Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) hat heute (Mittwoch, den 8. November) ihre Förderpreise für das Jahr 2017 in der Sparte Illustration vergeben. Die mit jeweils 10.000 Schweizer Franken dotierten Preise wurden feierlich in der Kunstschule Liechtenstein durch die Kulturministerin des Fürstentums Liechtenstein, Dr. Aurelia Frick, überreicht.
 
„Künstlerinnen und Künstler arbeiten in der Regel nicht für Preise. Und es ist wahrscheinlich auch nicht die Aussicht auf Ruhm und Ehre, die einen Menschen dazu bewegt, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Trotzdem kann eine Auszeichnung wie der IBK-Förderpreis Bestätigung, Anerkennung und Motivation für den weiteren beruflichen Lebensweg sein", erklärte Liechtensteins Kulturministerin, Dr. Aurelia Frick, in ihrem Grußwort.
 
Margrit Bürer, Leiterin des Amtes für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden und Vorsitzende der IBK-Kommission Kultur sagte zu den in diesem Jahr ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern der Sparte Illustration: „Auch die diesjährige Vergabe der Förderpreise trägt dazu bei, dem aktuellen Kulturschaffen die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken und zeigt auf, wie tief verwurzelt und mannigfaltig kulturelles und künstlerisches Schaffen im Bodenseeraum ist."
 
Der diesjährige Juryvorsitzende, Thomas Büchel, Leiter des Amtes für Kultur des Fürstentums Liechtenstein und Mitglied der IBK-Kommission Kultur betonte, dass die Sparte Illustration sich durch eine große Bandbreite an anwendbaren Techniken und darstellerischen Möglichkeiten auszeichne sowie der Ambition, einen Text oder ein Thema mit den Mitteln der künstlerischen Darstellung sinnvoll zu reflektieren. „Illustrativ Schaffende benötigen daher neben profundem künstlerisch-handwerklichem Geschick auch die Fähigkeit, eigenes Schaffen stimmig in einen vorgegebenen Kontext zu betten", so Büchel weiter.
 
 
Sieben Förderpreise für Kunstschaffende der Sparte Illustration

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von einer internationalen Fachjury aus insgesamt 17 Nominationen ausgewählt. Die sieben jeweils mit 10.000 Schweizer Franken dotierten Förderpreise wurden heute in der Kunstschule Liechtenstein in Nendeln überreicht an:

Dario Forlin, nominiert vom Kanton St.Gallen. Auszug aus der Jurybegründung: „Forlins grafisches Werk weist trotz seines jungen Schaffens bereits eine hohe Dichte und Stilsicherheit auf. In seiner Arbeit ist die ernsthafte Suche nach reduzierten wie raffinierten Formen gleich neben einer kindlichen Verspieltheit zu Hause. […] Er bewegt sich in der neuen Medienwelt ebenso gewandt, wie er die analogen Techniken des Malens und Zeichnens pflegt. […] Seine Arbeit ist geprägt von einer großen Neugier und der Absicht, das Medium Illustration aufs Beste auszureizen."

Laura Jurt, nominiert vom Kanton Zürich. Auszug aus der Jurybegründung: „Neugierig schaut sie über Tellerränder und durch Schlüssellöcher, unerschrocken versucht sie sich in allerlei Rezepturen, wechselt Medien und Dimensionen, schult sich an Vorbildern und erfindet sich ständig neu. Es ist ein großes Abenteuer, diesen Bilderraum zu betreten, ein großes und buntes Panoptikum."

Luigi Olivadoti, nominiert vom Fürstentum Liechtenstein. Auszug aus der Jurybegründung: "In poetisch verdichteten Landschaften, einfühlsamen Porträts und Bildern von lebendigem Menschengewühl gelingt es dem Illustrator Luigi Olivadoti, mit treffenden Charakterisierungen eine eigene Welt entstehen zu lassen. Eine Welt, die von empathisch gemalten Erdenbürgern erzählt und über das geschriebene Wort hinausweist. Die intensive, bunte Farbgebung ist sehr stimmig, zeugt von großem Gefühl und vertreibt die manchmal melancholischen Themen des Künstlers."

Stephan Schmitz, nominiert vom Kanton Zürich. Auszug aus der Jurybegründung: „Stephan Schmitz analysierte die Branche und hatte die Ausdauer, einen Stil und eine Bildsprache zu entwickeln, um im Editorialbereich Fuß zu fassen. […] Mit seinen smarten Bildideen und einem eleganten Stil entwickelte er sich zu einem visuellen Verführer."

Adam Vogt, nominiert vom Fürstentum Liechtenstein. Auszug aus der Jurybegründung: „Das Unterbewusste, düstere Stimmungen und Ahnungen sind die zentralen Themen von Adam Vogt. Seltsame Fabelwesen, inspiriert von Sagen und Mythen bevölkern seine Bilderwelt. Die stärksten Zeichnungen sind in feinen Graustufen gehalten, spielen meist in der Nacht und bevorzugt tief im Wald. Die Settings sollen uns auf der emotionalen Ebene erreichen und den Betrachter an seine Träume erinnern."

Marco Wagner, nominiert vom Freistaat Bayern. Auszug aus der Jurybegründung: „Marco Wagner ist ein virtuoser Maler und Zeichner, der diese Fähigkeiten sehr gekonnt in seine Illustrationen einbringt. Betrachtet man seine Gemälde und Papierarbeiten, wird eine Anlehnung an die alten Meister schnell ersichtlich. […] Diese Bildsprache wird vom Künstler immer wieder in die heutige Zeit übertragen […] Marco Wagner überzeugt durch seinen Mut, Elaboriertes auseinanderzuschneiden und in eine offensive neue Form zu bringen."

Susanne Wohlfart, nominiert vom Freistaat Bayern. Auszug aus der Jurybegründung: „Frech mixt sie Skizzen, Fotos und Schrift und nimmt dabei stilistische Anleihen an der antiakademischen Ästhetik der Art Brut, am gewollt Trashigen des Punk, am Absurden des Dadaismus. Dabei verliert sie, trotz des scheinbar Spielerischen, nie das Ziel, die kommunikative Botschaft, aus den Augen. […] Es ist ihre Lust am Gestalten, die man spürt. Der authentische Charme, die lückenhafte Lässigkeit, das Suchende. Da ist immer ein bisschen Zugluft. Susanne Wohlfart ist eine kompromisslose Künstlerpersönlichkeit. Ihre Arbeiten biedern sich nicht an, sie wollen nicht gefallen."
 
IBK-Förderpreise
Die Förderpreise der IBK werden seit 1991 in jährlich in wechselnden Sparten verliehen. Es können maximal sieben Preise in der Höhe von jeweils 10.000 Schweizer Franken vergeben werden. Ausgezeichnet werden Personen im Alter bis zu 40 Jahren mit einem herausragenden Potential im jeweiligen Kulturbereich.
Verantwortlich für die Vergabe ist die Kommission Kultur der IBK. Durchgeführt wurde die diesjährige Jurierung vom Fürstentum Liechtenstein. Den Juryvorsitz hatte Thomas Büchel, Leiter des Amtes für Kultur des Fürstentums Liechtenstein.
 
Die Mitglieder der IBK – Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, Vorarlberg, St.Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Zürich sowie Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden gemeinsam – haben das Recht, jeweils zwei Künstlerinnen bzw. Künstler zu nominieren. Die Nominierten müssen in ihrer Sparte bereits auf ihr künstlerisches Schaffen aufmerksam gemacht haben, einen biografischen Bezug zur Bodenseeregion aufweisen und dürfen nicht älter als 40 Jahre sein. Eine von den Mitgliedsländern und Mitgliedskantonen bestellte internationale Jury hat dann die Aufgabe, aus dem Feld der Nominierten die Preisträgerinnen und Preisträger auszuwählen. Zu den ausgewiesenen Expertinnen und Experten der Jury gehörten in diesem Jahr: Francisco Sierra (Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden), Stefan Dinter (Baden-Württemberg), Rotraut Susanne Berner (Bayern), Karin Negele (Liechtenstein), Faro Burtscher (Schaffhausen), Lika Nüssli (St. Gallen), Benjamin Güdel (Thurgau), Alice Wellinger (Vorarlberg) und Andreas Gefe (Zürich).
 
Anlässlich der Preisverleihung wurde eine Publikation mit biographischen Daten, Laudationen und Illustrationen der Kunstschaffenden präsentiert. Diese kann unter kulturschaffen@llv.li bestellt werden.

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